"Es ist nie zu spät für einen Neuanfang." Ist das so?
Solange man nicht selbst in einem hoffnungslosen, chaotischen Zustand steckt, sagt sich das so leicht. Dann aber fühlt sich der Gedanke an einen Neuanfang unbezwingbar an.
In einem desaströsen Zustand arbeitet das innere System im Überlebensmodus:
Der Blick ist verengt und sieht nur Scheitern. Energie wird eingespart und klammert jegliches Risiko aus.
Die Gedanken blättern in schützender Absicht in der Vergangenheit und mahnen mit Erinnerungen an vergangenes Scheitern.
Ein Neuanfang beginnt nicht mit Hoffnung, sondern mit Bewegung – mit der Veränderung einer einzigen und kleinen Variablen. Klein genug, um nicht das Angstzentrum um Einmischung zu bitten.
Solange du kleine, überschaubare Entscheidungen triffst und noch ein Sehnen wahrnimmst, hat dein System nicht abgeschlossen. Und auch wenn das Chaos noch gegenwärtig ist, können kleine Schritte den Neuanfang behutsam integrieren.