Eine schöne Erkenntnis aus dem Isomorphen Fotowalk:
Wer bin ich? Wie viele Facetten von mir gibt es?
Was bedeutet es für meine Identität und mein Selbstverständnis, wenn ich mir diese Fragen stelle? Heißt das, dass die Grenzen meines Ich verschwimmen – dass ich keine klaren Konturen habe?
Wir neigen dazu, das Ich als einen festen, stabilen Kern zu denken.
Doch vielleicht bin ich eher ein flexibles Netzwerk von Identitäten. Meine Gedanken, Erinnerungen, Emotionen und sozialen Rollen – all das trägt zu meinem Ich bei, und nichts davon existiert isoliert.
Manches in mir ist widersprüchlich, und das kann beunruhigend sein. Doch wenn mein Ich der Moderator dieser vielen Stimmen ist, kann mich genau das flexibel und weit machen.
Dann ist mein Ich weniger eine Mauer als ein offenes Meer – mal wild und aufgewühlt, mal ruhig und klar.
In der ständigen Reflexion liegt vielleicht die eigentliche Aufgabe: die Balance zu finden zwischen Stabilität und Wandel.